Über mich

Kreative und heilsame Lösungen

Ich verstehe mich als Reiseführer für persönliches Wachstum. Was mir in meinem Beruf als Coach, Therapeut und Paarberater sowie in der schamanischen Arbeit am meisten Freude macht, ist neue Wegen zu suchen, kreative und heilsame Lösungen zu finden. Ich liebe besonders die Phasen, in denen ich zuschauen kann, wie Menschen ihr Leben in die Hand nehmen und wirklich neu gestalten. Wenn der Abschied von den alten Geschichten gelingt, dann entsteht eine neue Zukunft.


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Angebot und Berufserfahrungen

Meine Beratungen sind lösungsorientiert, systemisch, körperorientiert und geschlechtsspezifisch. Ich biete Coaching, Körperpsychotherapie, Traumaheilung und Paar- und Familienberatung an. Seit zehn Jahren arbeite ich auch schamanisch, mit Naturritualen, Tanz und der Schwitzhütte - eine Arbeit die rückverbindet mit der Natur, den Ahnen und einer natürlichen Spiritualität. Sehr gerne begleite ich Menschen in Krisen- und Übergangsphasen. Besondere Erfahrungen gesammelt habe ich in der Begleitung von Jugendlichen, Frauen und Männern, Paaren, Familien und MigrantInnen.  

Menschen, die mit mir unterwegs sind, erzählen, dass sie sich sicher, behutsam und engagiert begleitet fühlen. Wichtige Ressourcen sind für mich Natur, Neugier, Kreativität, Humor, Mitgefühl und Spiritualität.

Familie, Partnerschaft und Lebenserfahrungen

Familie, Partnerschaft und Freundschaften sind mir wichtig. Lange Freundschaften verbinden mich mit Männern und Frauen, die mir nahe stehen. Meine ältesten Freund/innen treffe ich seit mehr als dreissig Jahren. Ich koche auch gerne für Gäste. Ich bin Vater von zwei erwachsenen Töchtern (1995, 1998). In Bezug auf meine Beziehungen haben mich folgende Lebenserfahrungen stark geprägt:

Patschworkfamilie - zwei Väter: als ich fünfjährig war, hat mein leiblicher Vater die Famile verlassen und den Kontakt abgebrochen. Die Mutter ist eine neue Partnerschaft mit einem Mann eingegangen, der ebenfalls zwei Kinder hatte. So ist eine neue Patchworkfamilie mit vier Kindern entstanden. Der Stiefvater hat mich und meinen Bruder nach einigen Jahren adoptiert. Mit fünfundzwanzig Jahren habe ich den Kontakt zum leiblichen Vater gesucht und dann eine enge freundschalftliche Beziehung aufgebaut. So habe ich zwei Väter gehabt.

Trennung und Scheidung: Als ich 38 Jahre alt wa (2003) löste die Trennung von der Mutter meiner Töchter nach einer 13-jährigen Partnerschaft eine Lebenskrise aus. Es war paradox: die Krise wurde eine grosse Chance - ich bin an ihr sehr gewachsen und habe viel gelernt. Die Beziehung zu meinen Kindern wurde intensiver, die neue Paarbeziehung harmonischer und beruflich entwickelt ich kreative Projekte, die mich sehr erfüllten. Die wichtigste Lektion für mich aus dieser Zeit: nichts ist so fruchbar wie bewusstes Abschied nehmen, loslassen und Trauern. 

Gemeinsame Sorge: Nach der Trennung war für mich die aktive Vaterschaft mit gemeinsamer Sorge sehr wichtig. Sicher auch, weil der leibliche Vater früh den Kontakt zu seinen Söhnen abgebrochen hatte (1970). Zum Glück durfte danach ich gross werden in einer gelungenen Patchworkfamilie mit einem tollen Stiefvater und zwei Stiefgeschwistern. Das hat mir auch geholfen, eine neue offene Form der Familie mit der Mutter meiner Töchter und der neuen Partnerin zu entwickeln. Die enge Beziehung zu meinen Töchtern bereichert mich sehr.

Lebendige Partnerschaften: Nach der ersten Ehe lebte ich elf Jahre in einer zweiten, sehr heilsamen Partnerschaft. Wir haben uns nach schönen Jahren in Frieden getrennt und stehen uns weiterhin sehr nahe. Heute lebe ich in einer dritten Partnerschaft. Mit dem Erwachsenwerden meiner jüngsten Tochter (2018) hat die Liebe mir überraschend einen neuen Frühling beschert. Aufgrund meiner Erfahrung und in den Paarberatungen staune ich darüber, wie individuell und verschieden Liebesbeziehungen sich gestalten. Jede Paarbeziehung ist ein eigenes Universum.

Tanz, Studienjahre und Freizeit

Ich bin neugierig und engagiert, lese und schreibe gerne. Das Wasser ist mein Element, ich schwimme und segle gerne. Das freie Tanzen und Meditieren führt mich immer wieder in meine Mitte. Auf allen Wegen, die ich in meinem Leben gegangen bin, ist der Tanz ein grosse Inspiration: der Tanz auf der Bühne und im Leben, der Tanz der Transformation in der Persönlichkeitsbildung, der Tanz auf dem wilden Wasser beim Segeln und Kanufahren, der Tanz von Nähe und Distanz in Beziehungen und der Tanz der grossen Ideen in der Philosophie und den Geisteswissenschaften. 

Studiert habe ich Philosophie und Sozialwissenschaften in Zürich (1985-1990), in Paris habe ich ein Vertiefungsstudium in Sozialanthropogie gemacht (1991-1992) und später habe ich in Zürich Psychologie studiert. In Heiden (AR) habe ich meine Biosynthese-Ausbildung in Körperpsychotherapie mit David und Silvia Boadella abgeschlossen (1998-2002). Vertieft habe ich den körper-psychotherapeutischen Ansatz bei Will Davis in Funktionaler Analyse. 

Später habe ich eine Weiterbildungen in Systemtherapie und Paarberatung (IEF) besucht (2006). Sehr wichtig war für mich die Weiterbildung in Traumatherapie (IIP) bei Michaela Huber über dissoziative Traumafolgestörungen (2007-2009). In diesen Jahren bin ich auch bei Stefan-Gasser Kehl und Richard Rohr in die Lehre gegangen für Männer-Initiation. Dann habe ich begonnen Männer-Seminare anzubieten. Über die Jahre ist mir immer mehr bewusst geworden, wie sehr mir die Soziologie hilft, in meiner therapeutischen Arbeit die individuellen Lebenslagen besser zu verstehen. Heute leite ich Seminare und führe eine Praxis für Persönlichkeitsentwicklung und arbeite als Psychotherapeut in Institutionen.

 

Männerarbeit - Vater, Sohn und Männlichkeit

Ein wichtiger Schwerpunkt meiner Angebote sind die Männer-Seminare. Ich bin überzeugt und das treibt mich an - wenn Männer sich von innen her transformieren - und das nach aussen tragen - dann verändert sich auch die Gesellschaft. Die Welt wird dann besser, wenn Männer sich befreien aus den Konditionierungen konventioneller Männlichkeit. Wenn sie weniger dominant, gewaltloser, mitfühlender, bindungsfähiger, fairer und sozial verantwortungsvoller werden - und Frauen auf Augenhöhe helfen, die bestehenden patriarchalen, neoliberalen Gesellschaftstrukturen zu überwinden. (siehe unter Männerfragen)

Die aktive Vaterschaft für meine beiden Töchter hat mich in meinem Mann-Sein verändert. Die psychotherapeutische Arbeit mit Männern zeigt mir immer wieder wie sehr Söhne unter den abwesenden, distanzierten und arbeitsorientieren Vätern leiden und wie sehr die bürgerlich-liberale Arbeitsgesellschaft die patriarchale Gesellschaftstruktur bestärkt. Auch wenn heute die grosse Mehrheit der jungen Väter viel mehr für ihre Kinder da sein wollen, ändert das nichts daran, dass in der Schweiz 90% der jungen Väter keine Teilzeitpensen haben und somit während den ersten Lebenjahre ihrer Kinder bei aller Liebe abwesende Väter bleiben. 

Die universitäre Studie Elternzeit - im internationalen Vergleich, die ich über Eltern- und Väterzeit machen durfte, hat klar gemacht, wie wichtig eine konsequente Elternzeit-Reform ist, um mehr Gleichstellung in der Betreuungsarbeit von jungen Familien zu erreichen. Die Mütter profitieren direkt davon. Mit jedem Monat Elternzeit, den ein Vater bezieht, steigt statistisch der Lohn der Mutter, weil diese dadurch ohne Einschränkung auf dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht. Das wird in der aktuellen helvetischen Debatte um Lohngleichheit viel zu wenig berücksichtigt. Lohngleichheit wird erst kommen mit einem wirksamen Elternzeit-Modell.