Über mich

Kreative und heilsame Lösungen

Was mir in meinem Beruf als Coach, Körperpsychotherapeut und Seminarleiter am meisten Freude macht, ist mit Menschen neue Wegen zu suchen, kreative und heilsame Lösungen zu finden. Ich liebe besonders die Phasen, in denen ich zuschauen kann, wie Menschen ihr Leben in die Hand nehmen und wirklich neu gestalten. Wenn der Abschied von den alten Geschichten gelingt, dann entsteht eine neue Zukunft.

Studienjahre, berufliche Tätigkeit und Freizeit »
Berufserfahrungen und Spezialisierungen »
Männerarbeit - Vater, Sohn und Männlichkeit »
Familie, Partnerschaft und Wahlverwandschaften »

Studienjahre und Freizeit

Studiert habe ich Philosophie und Sozialwissenschaften in Zürich (1985-1990),  in Paris habe ich ein Vertiefungsstudium in Sozialanthropogie gemacht (1991-1992) und später habe ich in Zürich Psychologie-Vorlesungen bei Prof. Dr. Herzka besucht. In Heiden (AR) habe ich meine Ausbildung in Körperpsychotherapie abgeschlossen (1998-2002). Vertieft habe ich den körper-psychotherapeutischen Ansatz bei Will Davis in Funktionaler Analyse. Ergänzend habe ich eine Weiterbildungen in Systemtherapie und Paarberatung (IEF) besucht (2006).

Sehr wichtig war für mich die Weiterbildung in Traumatherapie (IIP) über dissoziative Traumafolgestörungen (2007-2009). In diesen Jahren bin ich auch bei Stefan-Gasser Kehl für Männer-Initiation in die Lehre gegangen und habe dann begonnen Männer-Seminare anzubieten. Heute leite ich Seminare, führe eine Praxis für Persönlichkeitsentwicklung und arbeite als Psychotherapeut in Institutionen.

Ich bin neugierig und engagiert, lese und schreibe gerne. Das Wasser ist mein Element, ich schwimme, tauche und segle sehr gerne. Das freie Tanzen und Meditieren führt mich immer wieder in meine Mitte.

Berufserfahrungen und Spezialisierungen

In der Begleitung von Jugendlichen, Männern, Paaren und Familien sowie von Bindungs- und Traumafogle-Störungen und ADHS-Betroffenen habe ich mich spezialisiert. Besonders geprägt haben mich meine Berufsjahre als Körper-Psychotherapeut in der Arbeit mit Flüchtlingen und Süchtigen. Dort habe ich gelernt, wie tief verletzt Menschen sein können, die über längere Zeit traumatisiert wurden. In der lebendigen Arbeit mit Jugendlichen habe ich gelernt, wie sehr das Gehirn von Jungen Menschen noch in Bewegung ist und wie sehr die Familienbeziehungen ein junges Leben prägen. In der Begleitung von Männern habe ich gelernt, wie wichtig es ist, dass diese sich befreien können von ihren Männlichkeits-Konditionierungen, um frei zu werden für das, was sie wirklich wollen. In der Begleitung von Frauen staune ich immer wieder darüber, wie schwer es Ihnen fällt, zu lernen, wirklich für sich zu schauen als vor allem für Anderen da zu sein. Über die Jahre ist mir immer mehr bewusst geworden, wie sehr mir die Soziologie in meiner therapeutischen Arbeit hilft, die individuellen Lebenslagen besser zu verstehen. 

Menschen, die mit mir unterwegs sind, erzählen, dass sie sich sicher, behutsam und engagiert begleitet fühlen. Wichtige Ressourcen sind für mich Natur, Neugier, Kreativität, Humor, Mitgefühl und Spiritualität.

Männerarbeit - Vater, Sohn und Männlichkeit

Ein wichtiger Schwerpunkt meiner Angebote sind die Männerseminare. Ich bin überzeugt - wenn Männer sich von innen her transformieren - dann verändert sich auch die Gesellschaft. Die Welt wird erst dann besser, wenn Männer sich befreien aus den Konditionierungen konventioneller Männlichkeit. Wenn sie gewaltloser, mitfühlender, bindungsfähiger, fairer und sozial verantwortungsvoller werden - und Frauen auf Augenhöhe helfen, die bestehenden patriarchalen, neoliberalen Gesellschaftstrukturen zu überwinden.

Der Kampf um die gemeinsame Sorge für meine Töchter nach der Trennung von der Mutter hat mich sensibilisiert für die Männerarbeit. Es war nicht ein Kampf gegen meine Ex-Frau, sondern mit den gesellschaftlichen Strukturen, die es mir sehr schwer machten, aktiver Vater zu sein: das väterfeindliche Gesetz, die Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt, wenn du als Mann Teilzeit arbeiten willst, die Fixierung der Institutionen auf die Mutter als elterliche Bezugsperson, der notwendige Karriereverzicht, der aktive Vaterschaft mit sich bringt.

Die psychotherapeutische Arbeit mit Männern zeigt mir immer wieder wie sehr Söhne unter den abwesenden, distanzierten und arbeitsorientieren Vätern leiden und wie sehr die bürgerlich-liberale Arbeitsgesellschaft die patriarchale Gesellschaftstruktur bestärkt. Auch wenn heute die jungen Väter viel mehr für ihre Kinder da sein wollen, es ist immer noch so, dass in der Schweiz 90% der Väter keine Teilzeitpensen haben und somit die ersten Lebenjahre bei aller Liebe abwesende Väter bleiben. 

Eine universitäre Studie, die ich über Eltern- und Väterzeit machen durfte, hat klar gemacht, wie wichtig eine konsequente Elternzeit-Reform ist, um mehr Gleichstellung in der Betreuungsarbeit von jungen Familien zu erreichen. Die Mütter profitieren direkt davon. Mit jedem Monat Elternzeit, den ein Vater bezieht, steigt statistisch der Lohn der Mutter, weil diese dadurch ohne Einschränkung auf dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht. Das wird in der aktuellen Debatte um Lohngleichheit viel zu wenig berücksichtigt. Lohngleichheit wird erst kommen mit einem wirksamen Elternzeit-Modell. Davon sind wir in der Schweiz noch weit entfernt - wir warten leider noch immer auf den gesetzlichen Vaterschaftsurlaub. In Deutschland gibt es neuerdings ein Elternzeit-Modell, aber wegen den mangelhaft ausgebauten Betreuungs-Institiutionen zu wenig wirksam. Die skandinavischen Länder sind da immer noch weit voraus.

Familie, Partnerschaft und Wahlverwandschaften

Familie, treue Beziehungen und lebendige Partnerschaft sind mir sehr wichtig. Lange Freundschaften verbinden mich mit Männern und Frauen, die mir nahe stehen. Meine ältesten Freund/innen treffe ich seit mehr als dreissig Jahren. Ich koche auch gerne für Gäste. Meine erste Frau habe in Paris kennengelernt (1991). Ich bin Vater von zwei nun erwachsenen Töchtern (1995, 1998). Ich geniesse sehr den engen Kontakt mit meinen "Mädels". 

Nach der Trennung (2003) war für mich die aktive Vaterschaft mit gemeinsamer Sorge sehr wichtig. Sicher auch, weil mein leiblicher Vater früh den Kontakt abgebrochen hatte. Zum Glück durfte ich dann gross geworden in einer Patchworkfamilie mit Stiefvater und zwei Stiefgeschwistern. Nach der ersten Ehe war ich elf Jahre in einer zweiten, sehr heilsamen Partnerschaft (bis 2018). Wir haben uns im Frieden getrennt und stehen uns sehr nahe. Nun hat die Liebe mir einen neuen Frühling beschert - ich stehe am Anfang einer neuen Beziehung.