Über mich

Kreative und heilsame Lösungen

Ich verstehe mich als Reiseführer für persönliches Wachstum. Was mir in meinem Beruf als Coach, Therapeut und Paarberater sowie in der schamanischen Arbeit am meisten Freude macht, ist neue Wegen zu suchen, kreative und heilsame Lösungen zu finden. Ich liebe besonders die Phasen, in denen ich zuschauen kann, wie Menschen ihr Leben in die Hand nehmen und wirklich neu gestalten. Wenn der Abschied von den alten Geschichten gelingt, dann entsteht eine neue Zukunft.


Berufserfahrungen und Spezialisierungen »
Studienjahre, berufliche Tätigkeit und Freizeit »
Familie, Partnerschaft und Wahlverwandschaften »
Männerarbeit - Vater, Sohn und Männlichkeit »

Berufserfahrungen und Spezialisierungen

Besondere Erfahrungen gesammelt habe ich in der Begleitung von Jugendlichen, Männern, Frauen, Paaren, Familien und MigrantInnen. Sehr gerne begleite ich Menschen in Krisen- und Übergangsphasen. Spezialgebiete in meiner therapeutischen Arbeit ist Körperpsychotherapie und Traumaheilung. Seit zehn Jahren arbeit ich auch schamanisch, mit Naturritualen und der Schwitzhütte - eine Arbeit die rückverbindet mit der Natur, den Ahnen und einer natürlichen Spiritualität.

Stark geprägt haben mich meine Berufsjahre in der Arbeit mit Flüchtlingen, Süchtigen und Jugendlichen. Sie alle sind auf der Suche nach Zugehörigkeit. Mit Ihnen habe ich gelernt, wie tief verletzt und heimatlos Menschen sein können, die ausgegrenzt und über längere Zeit traumatisiert wurden. Jugendliche haben mir beigebracht, wie sehr das Gehirn von jungen Menschen noch in Bewegung ist, wie sehr die Familienbeziehungen ein junges Leben prägen und wie rasch positive Entwicklungen möglich sind. Wenn es gelingt mit dem Jugendlichen, den Eltern, der Schule oder dem Lehrbetrieb am gleiche Strick zu ziehen, dann sind tiefgreifende Verbesserungen möglich.

Menschen, die mit mir unterwegs sind, erzählen, dass sie sich sicher, behutsam und engagiert begleitet fühlen. Wichtige Ressourcen sind für mich Natur, Neugier, Kreativität, Humor, Mitgefühl und Spiritualität.

Studienjahre und Freizeit

Studiert habe ich Philosophie und Sozialwissenschaften in Zürich (1985-1990), in Paris habe ich ein Vertiefungsstudium in Sozialanthropogie gemacht (1991-1992) und später habe ich in Zürich Psychologie-Vorlesungen bei Prof. Dr. Herzka besucht. In Heiden (AR) habe ich meine Biosynthese-Ausbildung in Körperpsychotherapie mit David und Silvia Boadella abgeschlossen (1998-2002). Vertieft habe ich den körper-psychotherapeutischen Ansatz bei Will Davis in Funktionaler Analyse. 

Später habe ich eine Weiterbildungen in Systemtherapie und Paarberatung (IEF) besucht (2006). Sehr wichtig war für mich die Weiterbildung in Traumatherapie (IIP) bei Michaela Huber über dissoziative Traumafolgestörungen (2007-2009). In diesen Jahren bin ich auch bei Stefan-Gasser Kehl und Richard Rohr in die Lehre gegangen für Männer-Initiation. Dann habe ich begonnen Männer-Seminare anzubieten. Über die Jahre ist mir immer mehr bewusst geworden, wie sehr mir die Soziologie hilft, in meiner therapeutischen Arbeit die individuellen Lebenslagen besser zu verstehen. Heute leite ich Seminare und führe eine Praxis für Persönlichkeitsentwicklung und arbeite als Psychotherapeut in Institutionen.

Ich bin neugierig und engagiert, lese und schreibe gerne. Das Wasser ist mein Element, ich schwimme, tauche und segle sehr gerne. Das freie Tanzen und Meditieren führt mich immer wieder in meine Mitte.

Familie, Partnerschaft und Wahlverwandschaften

Familie, treue Beziehungen und lebendige Partnerschaft sind mir wichtig. Lange Freundschaften verbinden mich mit Männern und Frauen, die mir nahe stehen. Meine ältesten Freund/innen treffe ich seit mehr als dreissig Jahren. Ich koche auch gerne für Gäste. Ich bin Vater von zwei erwachsenen Töchtern (1995, 1998). Wir sind in einem regen Kontakt, der mich sehr bereichert.

Nach der Trennung (2003) von der Mutter meiner Töchter war für mich die aktive Vaterschaft mit gemeinsamer Sorge sehr wichtig. Sicher auch, weil mein leiblicher Vater früh den Kontakt zu seinen Söhnen abgebrochen hatte (1970). Zum Glück durfte ich dann gross werden in einer Patchworkfamilie mit Stiefvater und zwei Stiefgeschwistern. Nach einer dreizehnjährigen Ehe mit einer Französin (1990-2003) lebte ich elf Jahre in einer zweiten, sehr heilsamen Partnerschaft (2007-2018). Wir haben uns im Frieden getrennt und stehen uns weiterhin sehr nahe. Dann hat die Liebe mir einen neuen Frühling beschert.

Männerarbeit - Vater, Sohn und Männlichkeit

Ein wichtiger Schwerpunkt meiner Angebote sind die Männer-Seminare. Ich bin überzeugt - wenn Männer sich von innen her transformieren - und das nach aussen tragen - dann verändert sich auch die Gesellschaft. Die Welt wird dann besser, wenn Männer sich befreien aus den Konditionierungen konventioneller Männlichkeit. Wenn sie weniger dominant, gewaltloser, mitfühlender, bindungsfähiger, fairer und sozial verantwortungsvoller werden - und Frauen auf Augenhöhe helfen, die bestehenden patriarchalen, neoliberalen Gesellschaftstrukturen zu überwinden. Darüber habe ich auch einige Beiträge geschrieben - siehe unter Männerfragen

Die aktive Vaterschaft für meine beiden Töchter hat mich in meinem Mann-Sein sehr verändert. Die psychotherapeutische Arbeit mit Männern zeigt mir immer wieder wie sehr Söhne unter den abwesenden, distanzierten und arbeitsorientieren Vätern leiden und wie sehr die bürgerlich-liberale Arbeitsgesellschaft die patriarchale Gesellschaftstruktur bestärkt. Auch wenn heute die grosse Mehrheit der jungen Väter viel mehr für ihre Kinder da sein wollen, ändert das nichts daran, dass in der Schweiz 90% der jungen Väter keine Teilzeitpensen haben und somit während den ersten Lebenjahre ihrer Kinder bei aller Liebe abwesende Väter bleiben. 

Die universitäre Studie Elternzeit - im internationalen Vergleich, die ich über Eltern- und Väterzeit machen durfte, hat klar gemacht, wie wichtig eine konsequente Elternzeit-Reform ist, um mehr Gleichstellung in der Betreuungsarbeit von jungen Familien zu erreichen. Die Mütter profitieren direkt davon. Mit jedem Monat Elternzeit, den ein Vater bezieht, steigt statistisch der Lohn der Mutter, weil diese dadurch ohne Einschränkung auf dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht. Das wird in der aktuellen helvetischen Debatte um Lohngleichheit viel zu wenig berücksichtigt. Lohngleichheit wird erst kommen mit einem wirksamen Elternzeit-Modell.