Authentische Vaterkraft entwickeln

 Reife, authentische Vaterkraft entwickeln Männer, wenn sie mit Herz Verantwortung übernehmen:

1) mit mutiger Standhaftigkeit, 
2) mit stabiler Verbindlichkeit, 
3) mit würdigender Wertschätzung und 
4) mit väterlicher Führungskraft.

Ja, ein Mann ist in seiner Vaterkraft, wenn er wirklich aus dem Herzen heraus Verantwortung übernimmt:

1) Er ist standhaft im Aushalten von Konflikten und tut auch gegen Widerstände das für richtig Erkannte,
2) Er ist verbindlich und präsent in seinen Beziehungen, im Alltag wie in Krisen, in der Familie wie in der Arbeitswelt
3) Er ist wertschätzend - anerkennend, spiegelnd und herausfordernd - ein Mentor, der persönliches Wachstum ermöglicht
4) Er ist führungsstark, ein väterlicher Chef, der gelassen Führung übernimmt, der kooperativ, vorausschauend und strukturierend für das grosse Ganze sorgt.

Väterlichkeit - Die besondere Energie der Vaterkraft, die das Prinzip «Väterlichkeit» begründet, wird in der Psychologie als «Triadifizierung» bezeichnet. Damit ist gemeint, dass der Vater zu der ursprünglichen Mutter-Kind-Beziehung hinzukommt. Er ist der Dritte, der Nicht-Selbstverständliche, derjenige, der die traute Zweisamkeit «aufbricht», der Beziehungsvielfalt ermöglicht und der aus der Enge befreit und auf die Welt öffnet. Das Prinzip «Väterlichkeit» lässt sich als beschützend, begrenzend, befreiend, herausfordernd beschreiben. Mutterkraft und Vaterkraft sind «Energien», die sich in der weiteren Entwicklung des Kindes von der Person der Mutter und des Vaters lösen. Sie müssen auch nicht an ein Kind gebunden sein, sie können auch ein Projekt betreffen. Mutterkraft kann auch väterlich, und Vaterkraft auch mütterlich sein. 

Weise Mentoren werden - Für Männer in der modernen Gesellschaft ist es eine grosse Aufgabe, die Vaterkraft nicht nur in der Arbeitswelt zu leben, sondern sie besonders in der Familie zu entwickeln und darüber hinaus im Mentoring. Ein Mann, der ein authentischer Vater ist, ist bestimmt auch ein toller Chef. Ein Vater, der für seine Kinder kaum da ist, kann sicher ein guter, fordernder Chef für seine Firma sein, aber einen feinfühliger, fördernden und grosszügiger Mentor wird er kaum werden. Wie gesagt, Vaterkraft können wir entwickeln ohne eigene Kinder, wir können Aufgaben als Mentoren übernehmen für Kinder, Jugendliche, Mitarbeitende, Angestelle und Chefs.