Mehr Mann sein. Die vier Archetypen aktivieren.

ORT            Praxis im Element, Nordstrasse 56, 8006 Zürich, Wegbeschreibung »
ZEIT            jeweils am Donnerstag - 5x pro Jahr - von 19:00 bis ca 21:30 Uhr
BEITRAG   40.- CHF - bitte in bar mitbringen.

THEMEN

  • Einführung in die rituelle Männerarbeit
  • Die vier Archetypen des Mannseins aktivieren
  • Reife Männlickeit entwickeln?
  •  Die Impuls-Abende und die Intensiv-Seminare mit Schwitzhütte

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Moderne Männer-Initiation: vom 0815-Agenten zum reifen Mann

Moderne Männer-Initiation. „Wann ist ein Mann ein Mann?“ Grönemeyer sang das Lied vor Jahrzehnten. Die Frage ist immer noch aktuell. Und darauf hat sich in den letzten dreissig Jahren eine alte Antwort neu entwickelt: eine zeitgemässe Männer-Initiation stärkt eine reifes, persönliches Mannsein.

Initiation - Mann werden. In fast allen Gesellschaften und Kulturen wurden für Männer Rituale der Initiation entwickelt – viel mehr als für Frauen.  In den allermeisten Kulturen wächst man nicht zum Mann heran, sondern wird zum Mann gemacht. Frauen haben durch ihre biologisch gegebenen Erfahrungen der Menstruation und des Gebärens einen natürlichen und körperlichen Zugang zu Schmerz und Blutungen. Männer dagegen müssen – um ihre Verletzlichkeit zu erfahren und zu reifen – aus der Welt der Mütter herausgeführt, sowie mit ihren körperlichen und mentalen Grenzen konfrontiert werden. Dies ermöglicht eine seelische Öffnung und bringt Männer in Verbindung mit sich selber, mit Mitmenschen und mit der Natur. Umso mehr, als sie so sozialisiert sind, sich immer wieder auf unverbundene Art stark zeigen zu müssen.

Männer-Initiation war in der Vergangenheit oft ein harte, brutale und erniedriegende Erfahrung. Moderne Initiation ist eine, die Männer nicht abhärtet, zurichtet oder uniformiert - davon haben Männer zuviel erlebt - , sondern eine Einweihung in die  authentische Welt von souveränen Männern, die zu ihren Bedürfnissen stehen, ihre Gefühle zulassen, klare Entscheide fällen und von Herzen Verantwortung übernehmen. Dahin bringen wir Männer nur, in dem wir sie an ihre inneren Grenzen führen, Ihnen neue Türen öffnen und sie auf ihrem persönlichen Weg begleiten.

Der Spruch „Indianer kennen keinen Schmerz“ ist ein Erfindung der Weissen, für die Eingeborenen Amerikas war es gerade umgekehrt: sie haben das Zulassen von Schmerz kultiviert und transzendiert. Moderne Männer-Initiation - rituelle Männer-Arbeit - führt in Räume, wo Männer lernen, sich neu mit der Natur zu verbinden, im Kontakt mit anderen Männer ihre Gefühle zu zeigen, ihre Verletzlichkeit zuzulassen und anzunehmen. Das braucht Mut.

Helden ohne Substanz. Dafür ist James Bond ein schönes "Vorbild". Agent 007. Ungebrochen bleibt die Faszination für dieses phantastische Männlichkeits-Karrikatur: der coole Held, königlich souverän, topgerüstet mit magischer Technologie, allzeit bereit zum Revolver-Fight und ein unwiderstehlicher Liebhaber! Wie kommt es, dass diese filmische Bubenphantasie für so viele Zuschauer eine attraktive Männer-Figur geblieben ist? Wie schafft es diese Hollywood-Attrappe Sehnsüchte zu wecken? 

Ist 007 ein König der Verantwortung? Nein! - Kämpft 007 für den Frieden?  Njet. – Lebt 007 die Magie der Weisheit? Nee, aber ne tolle Portion Inuition hat er schon. Ist 007 seiner Frau ein bindungsfähiger Mann und seinen Kindern ein anwesender Vater? Ein schlechter Witz! Zeigt er sich mal verletzlich oder weint er sogar? Wo denkst Du hin! Nein, er ist einfach ein knallharter, durchtrainierter, risikosüchtiger und verführerischer Typ mit einer Lizenz zum Töten. Ok, OO7 ist cooler Mythos – und Humor hat er auch.  Aber was finden Männer toll an ihm? Was fasziniert sie im Grunde so sehr? 

Der Kern der Faszination. Die Antwort mag überraschen: 007 ist einfach ein toller Agent. Einer der einen perfekten Job macht, einer der für die Krone alles tut. Das reicht. Die meisten Männer haben einen superguten Agenten in sich, der es den Anderen immer recht machen will. Einer, der sich in den Dienst der Anderen stellt und für seinen Auftrag das Beste gibt. Männer, die ihre wahren Bedürfnisse automatisch über-gehen, um die Erwartungen der Partnerin oder des Chefs zu erfüllen. Weil sie die Anerkennung suchen, die sie von den Vätern nicht bekommen haben. Die meisten Männer stehen so in Firmen und Institutionen in einem fremdbestimmten Dienst: Lehrer, Informatiker, Handwerker, Banker, Polizisten, Therapeuten und Unternehmer. Und wenn sie selbständig sind, dann müssen sie dem Diktat des Marktes gehorchen.

Übergangskrisen  Beim Erwachsenwerden und in der Lebensmitte kommt es oft zu Übergangskrisen. Die Männer merken, dass sie gar nicht wissen, wer sie sind. Die Krisen bringen sie durcheinander: Unfälle, Krankheit, Burn-Out, Unzufriedenheit im Beruf oder Trennung bzw. Scheidung. Dann ist eine tiefe Neu-Orientierung angesagt. Plötzlich entpuppen sich die bisherigen Visionen als Illusionen und Männer realisieren, dass sie irgendwie noch ganz erwaschsen geworden sind. 

Um sich auf den mitunter schmerzvollen Weg nach innen zu begeben, brauchen Männer oft einen Anstoss. Und die Unterstützung der initierenden Durchsetzungskraft des lichtvollen Kriegers. Oft sind es die oben genannten Übergangskrisen, die Männer auf diesen Weg führen. Also gerade jene Erfahrungen, die ein James Bond nie machen muss. Um in ihrer Gefühlswelt nachzureifen, hilft Männern das mitfühlende Mitschwingen eines haltgebenden Männerkreises und das wertschätzende Vorbild von erfahrenen Mentoren. 

Lebenschule für Männer. Die Arbeit mit den vier Archtypen im Jahreszyklus – innerer Krieger, Liebhaber,  Magier und König – ermöglicht eine Reise zu den Kraftquellen eines reifen Mannseins. Es ist eine Lebensschule für Männer. Jedes Seminar setzt sich mit einem Archetypen auseinander, erfahrungsorientiert und spielerisch. Die vier Folgeseminare im Jahreszyklus verbinden die männlichen Archetypen mit den Jahreszeiten und entwickeln ein neues Bewusstsein für Übergangs- und Wandlungszeiten im Kontakt mit der Natur.