Lebendiges Sexualleben: Wann?

Ablauf des Abends: Vorstellungsrunde - Input zum Thema "Lebendiges Sexualleben" - Körperorientierte Übung zum Liebhaber - Austausch in  der Gruppe - Pause - Input zu den Archetypen und Informationen zu den Intensiv-Seminaren - Meditation

Die vier Lebenskräfte des inneren Liebhabers sind: Entspannung, Gefühlskontakt, Kreativität und Ganz-im-Moment-Sein. Die vier Schlüssel für den Liebhaber sind:

  • Raum - sich genügend Zeit nehmen, um den Alltag hinter sich zu lassen
  • Entspannung - ganz bewusst geniessen, was Du im Moment gerade im Körper wahrnimmst.
  • Gefühle zulassen und mitteilen (austauschen lernen vor, während und nach dem Sex)
  • Präsenz: erotisches Improvisieren, um immer wieder magische Moment zu erleben

1. SCHLÜSSEL: Raum. Nimm Dir genug Zeit mit Dir selbst. Nimm Dir genug Zeit mit deiner Partnerin. Eigentlich ist es einfach - aber viele Männer unterschätzen diesen Punkt stark. Ihre Priorität ist im Berufsleben - nicht in der Beziehung, nicht bei sich und nicht bei der Partnerin. Eine gute Beziehung braucht aber Zeit. Eine gute Beziehung mit gutem Sex bracht doppelt viel Zeit. Manche Männer verstehen das nur, wenn man Ihnen die Zahlen vor Augen hält. Also: wenn Deine Beziehung nicht gut ist, dann investiere einen halben Tag pro Woche damit sie besser wird. Wenn Du eine gute Beziehung mit gutem Sex möchtest, dann investiere einen ganzen Tag. Das heisst zwanzig Stellenprozente.

Bist Du bereit, auf zwanzig Stellenprozente zu verzichten für deine Beziehung und für dein Sexualleben? Daran scheiden sich die Geister. Für eine schöne sexuelle Begegnung mit deiner Partnerin brauchst Du einfach regelmässig zwei bis drei Stunden unbelastete Zeit. Und wenn Du über längere Zeit tolle Erotik haben willst, dann schaufle Dir eineinhalb Tage frei - d.h. dreissig Stellenprozente. Für Eltern ist es besonders wichtig, dass sie ihre Paarzeit schützen und sich Baby-Sitter und Weekends organisieren für ihr entspanntes Zusammensein. Wenn Du findest, dass ich nicht ganz bei Trost bin, dann lasse es sein, und wenn es funktioniert hat, dann erzähle mir davon.

2. SCHLÜSSEL: Entspannung - ganz bewusst geniessen, was Du im Moment gerade im Körper wahrnimmst. Das ist für Männer eine besondere Herausforderung. Sie haben gerne Ziele, auch beim Sex. Welcher Mann kennt das schon nicht: auf den Orgasmus hinarbeiten. Aber was fehlt dabei, ist die Entspannung in den Moment. Die Energie kann nicht fliessen und es kann keine Magie entstehen. Das geht nur, wenn Du ganz eintauchen kannst in ein Streicheln, das Du gibst oder erhälst. Dann beginnt die Energie zu fliessen und trägt Dich weiter zu dem was diese beiden Körper sich am meisten wünschen. Beim Sex ist das einfach so: die Körper wissen am besten, was sie möchten und was sie brauchen. Wenn Du ganz aufmerksam darauf achtest, was in deinem Körper passiert, dann gehen im Sex neue Türen auf.

Für regelmässige, tolle Erotik braucht es genügend Zeit. Damit ihr Euch beide entspannt begegnen könnt. Denn Entspannung ist das A und O für guten Sex. Entspannung beginnt damit, dass Ihr zusammen den Alltag hinter euch lassen könnt und der Raum frei wird für eure Begegnung. Entspannung beginnt mit Zärtlichkeiten, einer Massage, einem guten Gespräch oder einem gemeinsamen Essen. Jedes Paar hat da so seine Rituale - und wenn nicht, dann ist es höchste Zeit dafür.

3. SCHLÜSSEL: Gefühle zulassen und mitteilen. Das ist für die meisten Männer das Schwierigste. Gefühle zuzulassen ist schon schwierig genug, darüber reden, während dem Sex, ist hohe Schule. Aber ohne geht es nicht, es entsteht keine wirkliche Intimität. Guter Sex steht und fällt mit dem Austausch vor, während und nach dem Sex. Das grosse Geheimnis ist: oft ist es gerade der schöne Austausch, der Intimität schafft und den Weg frei macht für liebevolle Berührungen und schönen Sex. Das Allerwichtigste aber ist, dass Du deine sexuellen Bedürfnisse ausdrücken kannst, dann wenn sie auftauchen: jetzt würde ich gerne in diese Postiion gehen, bitte schau mir in die Augen, bitte streichle mich dort und dort, ich würde gerne mal etwas ausprobieren... dann entstehten magische Momente.

4. SCHLÜSSEL: Präsenz - erotische Improvisation. Das will gelernt sein. Wer die Kunst des Liebens leben will, der muss üben. Paare, die bewusst üben, erweitern ihre Präsenz und ihr Repertoire. Das fängt nur schon mit dem Körper an. Je besser die Beckenboden-Muskeln trainiert ist und wir unsere Aufmerksamkeit dort halten können, desto besser wird das Sexleben. Das ist erwiesen. Ebenso erwiesen ist, wie sehr Entspannung die Erotik vertieft. Viele Männer lernen das aber erst in der zweiten Lebenshälfte. Wie bei aller Musik ist das Wichtigste der Atem. Das bewusste Atmen beim Sex kann sehr viel verändern. Das nächste sind die Augen: je mehr Du mit deiner Partnerin im Augenkontakt sein kannst, desto tiefer wird das erotische Erleben. Die Liebes-Kunst ist eine Form von Kreativität, in der die Präsenz in der Beziehung am meisten gefragt ist. Präsenz ist der grosse Schlüssel für ein lebendiges Sexleben.